Mut zeigen. Freiheit leben. Vielfalt respektieren. Zukunft gestalten.
Nelson Mandela gehört zu den bedeutenden Persönlichkeiten der jüngeren Geschichte. Sein Leben war geprägt vom Einsatz gegen Rassentrennung und Diskriminierung sowie vom Streben nach Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenwürde.
Er kämpfte für ein Südafrika, in dem Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe die gleichen Rechte besitzen. Trotz jahrzehntelanger Gefangenschaft gab er sein Ziel einer demokratischen Gesellschaft nicht auf.
Sein Lebensweg erinnert uns daran, dass Veränderung Mut, Ausdauer und die Bereitschaft erfordert, Verantwortung für andere zu übernehmen.
Nelson Rolihlahla Mandela wurde am 18. Juli 1918 in Mvezo, Südafrika, geboren.
Schon früh erlebte er eine Gesellschaft, in der Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe unterschiedlich behandelt wurden. Er studierte Rechtswissenschaften und engagierte sich politisch für die Rechte der schwarzen Bevölkerung.
Als Mitglied des African National Congress (ANC) setzte er sich gegen das Apartheidregime ein.
Die Apartheid war ein staatlich organisiertes System der Rassentrennung, das die schwarze Bevölkerungsmehrheit systematisch benachteiligte und ihr grundlegende Rechte vorenthielt.
Nelson Mandela widersetzte sich gemeinsam mit vielen anderen Menschen der Unterdrückung durch das Apartheidregime.
Nachdem zunächst gewaltfreie Protestformen verfolgt und unterdrückt worden waren, beteiligte er sich auch an der Organisation des bewaffneten Widerstands gegen staatliche Einrichtungen.
1962 wurde Mandela verhaftet. Zwei Jahre später wurde er im sogenannten Rivonia-Prozess zu lebenslanger Haft verurteilt.
Insgesamt verbrachte er mehr als 27 Jahre im Gefängnis, davon viele Jahre auf der Gefängnisinsel Robben Island.
Am 11. Februar 1990 wurde Nelson Mandela freigelassen. Seine Entlassung wurde zu einem wichtigen Symbol für den politischen Wandel in Südafrika.
Nach seiner Freilassung engagierte sich Nelson Mandela gemeinsam mit weiteren politischen Verantwortlichen für die Überwindung der Apartheid und den Übergang zu einer demokratischen Gesellschaft.
1993 erhielt er gemeinsam mit Frederik Willem de Klerk den Friedensnobelpreis.
Im Jahr 1994 wurde Nelson Mandela der erste demokratisch gewählte Präsident Südafrikas. Bis 1999 stand er an der Spitze des Landes.
Während seiner Präsidentschaft setzte er sich besonders für die nationale Versöhnung und den Aufbau demokratischer Strukturen ein.
Seine Bereitschaft, mit ehemaligen politischen Gegnern zusammenzuarbeiten, machte ihn international zu einer wichtigen Symbolfigur für Verständigung und Versöhnung.
Nelson Mandela verstarb am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren.
Sein Einsatz für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte wirkt bis heute über Südafrika hinaus.
Sein Leben zeigt, wie wichtig es ist, Ungerechtigkeit nicht gleichgültig hinzunehmen, unterschiedliche Menschen zusammenzubringen und auch bei großen Herausforderungen an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten.
Unsere Schule trägt den Namen Nelson Mandela.
Dieser Name steht für Werte, die auch das Zusammenleben in unserer Schulgemeinschaft prägen sollen:
Nelson Mandelas Lebensweg ist für uns nicht nur ein Teil der Geschichte, sondern auch eine Anregung für unser tägliches Handeln.
Wir möchten unsere Schülerinnen und Schüler darin stärken, eigene Standpunkte zu entwickeln, andere Menschen zu respektieren und ihre Zukunft verantwortungsvoll zu gestalten.
Denn eine starke Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen einander mit Respekt begegnen, Unterschiede wertschätzen und gemeinsam Verantwortung übernehmen.